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Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Wachse:

Wachsflecken
Was ist Gelwachs?
Was ist Paraffin?
Was ist Stearin?
Was ist Bienenwachs?
Bienenwachsduft
Gelwachs wird trübe
Das erkaltete Gelwachs hat Blasen
Welches Wachs nimmt man zum Kerzen ziehen?
Gießtemperaturen
Wachsstangen für dänische Blütenkerzen
Wie kann man Wachs reinigen?
Kerzen rußen
 

 

Zubehör:

Kerzenfarben
Duftstoffe
Dochte
Docht-Saughöhe in Lampenöl
Dochte in Öllampen
Dochtrichtung bei Runddochten
 

 

Kerzen gießen:

Kunststoffformen und Duftwachs
Kunststoff-Giessformen
Zweischalige Gießformen
Kleine Bläschen an der Kerzenoberfläche
Entformen von Kerzen aus Kunststoffformen
Entformen von Kerzen aus Glas-Stabkerzenformen
Die Kerzen bekommen beim Entformen eine weißliche Oberfläche
Die Kerzen schrumpfen an der Einfüllseite ein
Kerzen rußen
Kerzen brennen nicht richtig an
Stearinkerzen gießen
 

 

Formbau:

Arbeiten mit Silikonkautschuk

 

 

 

 

 

Wachsflecken

Diese Tips werden ohne Garantie für Gelingen gegeben!

Flecken von farblosem Kerzenwachs kann man in der Regel entfernen, indem man das Wachs zunächst bestmöglich abkratzt.
Danach legt man ein Tempo-Taschentuch auf den verbliebenen Fleck und bügelt mit einer Temperatur von etwa 80 Grad den Fleck raus.

Bei farbigen Wachsflecken könnte das Bügeln dazu führen, dass die Farbstoffe in die Faser hineingetränkt werden, und dann garnicht mehr
rauszubekommen sind. Farbige Wachsflecken bitte auch zunächst bestmöglich abkratzen, danach den Stoff in die Waschmaschine geben.
Das funktioniert leider nur, wenn die vom Stoff verträgliche Wassertemperatur über dem Schmelzpunkt des Wachses liegt.
Ist das nicht der Fall, muss man zu Fleckentfernern greifen. Welcher am besten funktioniert, wissen wir nicht.
Ihren Tip nehmen wir gerne entgegen, und veröffentlichen ihn hier!

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Was ist Gelwachs?

Gelwachs ist ein Gemisch aus Öl und einem Polymer.
Im KERZENKISTE-Gelwachs ist medizinisches Weißöl - mit DAB-Zulassung für medizinische Zwecke - und vernetzende Stoffen, welche für kosmetische Zwecke zugelassen sind.
Es gibt auch Gelwachse mit weniger hochwertigen Ölen.
 In Fernostprodukten kann man unter Umständen Gelwachs mit eindeutigem Heizölgeruch bemerken!

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Was ist Paraffin?

Paraffin wird aus Erdöl gewonnen.
Es gibt flüssige, weichere und härtere Paraffine.
Beim heute möglichen Hochdruckhydrolyseverfahren wird ein gesundheitlich unbedenkliches Paraffin - mit DAB-Zulassung für medizinische Zwecke gewonnen.
Unser Paraffin zählt dazu.
Ein anderes, älteres Verfahren ist die fraktionierte Destillation.
Hier werden aus dem Rohgatsch in verschiedenenen Temperaturbereichen verschiedene Paraffinsorten abdestilliert.

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Was ist Stearin?

Stearin wurde vor rund 100 Jahren erstmals durch die chemische Aufspaltung von pflanzlichen oder tierischen Fetten gewonnen.
Bis dahin waren mehr oder weniger rußende oder übelriechende Fette und Öle die Basis für Öllampen. Es wurde zur preiswerteren Alternative zu Bienenwachs.
Stearin ist ein pflanzliches, nachwachsendes Produkt.
Stearin wird als Zusatz von 10 bis 30 % zu Paraffin verwendet, um das Aussehen der Kerze optisch aufzuwerten bzw. zu opakisieren.
Nicht ganz einfach ist es, reine Stearinkerzen ruß- bzw. restlos abbrennen zu lassen.

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Was ist Bienenwachs?

Ein reines Naturprodukt, brennt wohlriechend ab.
Neigt auf Grund der natürlichen Verunreinigungen zum Verstopfen des Dochtes - man wirkt dem gerne durch größere Dochte entgegen,
was wiederum zum Rußen beim sauberen Wachs führt.

Übrigens: Geht man von einer Durchschnitsschwarmgröße von 20000 Bienen und ca. 2 kg Bienenwachs, das in etwa 4 Wochen produziert wird, aus,
ergibt sich eine Produktivität von ca. 0,1 g pro Biene und Arbeitstag.
An einem kg Bienenwachs arbeiten also rund 300 000 Bienen einen Tag lang!  

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Bienenwachsduft

100% reines Bienenwachs muss auch 100% rein sein, alles andere wäre Betrug.
Die KERZENKISTE kauft Bienenwachs als 100%ig rein, es wird  ohne weitere Behandlung weiterverkauft.
Sollte sich darin ein Fremdwachsanteil finde, bekäme unser Lieferant Schwierigkeiten.
Mit dem Duft ist es etwas anderes. Duft kann verfliegen. Der Duft im Bienenwachs kann auch durch zu hohe Schmelztemperaturen beeinflusst werden.
Außerdem gibt es keine "Standardbiene".
Ein gewisser Spielraum in Intensität und Duftrichtung ist normal.

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Gelwachs wird trübe

Die Ursachen können sein:
- Verunreinigungen durch Hartwachse (Paraffin etc.)
- Wasser oder ungeeignete bzw. zu hoch konzentrierte Duftöle
Es genügen Verunreinigungen von weit unterhalb einem Prozent. In seltenen Fällen ist das Polymer im Gelwachs nicht richtig gelöst.
In dem Fall verschwindet bei einem  stärkeren Erhitzen des Wachses die Trübung.

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Das erkaltete Gelwachs hat Blasen

Achten Sie auf die richtigen Temperaturen (nicht zu kalt!) und darauf, dass Ihre Eingießobjekte luftfrei sind.

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Welches Wachs nimmt man zum Kerzenziehen?

Als Kerzenziehen bezeichnet man die Herstellungsart, bei der der Docht mehrfach in Wachs getaucht wird.
Bei jedem Tauchgang bleibt etwas mehr Wachs am Docht haften - solange bis die Kerze die gewünschte Dicke erreicht hat.
Eigentlich kann man alle “Kerzenkiste”-Paraffintypen zum Ziehen benutzen.
Der Typ 62C (EP = Erstarrungspunkt = 62°C) hat den Vorteil, dass auf Grund des hohen EP’s relativ viel Wachs am Docht hängenbleibt, und man etwas schneller damit arbeitet.
Das Wachs ist eher spröde und zum nachträglichen Verformen ungeeignet.
Härtewachs (etwa 2%) setzt den EP herauf, es bleibt noch mehr Wachs am Docht haften. Das Wachs bleibt aber spröde.

Gut geeignet ist der Typ 54C.
Er wird für Zugmaschinen eingesetzt und ist wesentlich elastischer als das oben genannte.
Der Unterschied zum Typ 62C ist die plastische Verformbarkeit im warmen Zustand.
Härtewachs macht dieses Wachs auch eher spröde.
Bei Zugmaschinen wird in einem kontinuierlichen Prozess ein “endlos” langer Docht mehrfach durch ein Wachsbad gezogen.
Am Ende der Maschine kommt im Schritttempo eine lange Kerze heraus, die abgelängt und angespitzt werden muss.  

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Gießtemperaturen

Die Gießtemperatur ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Kerzengießens.
Sie hängt ab vom Wachs, vom Formmaterial und von der gewünschten Oberfläche. Versuch macht klug.
Zu heiß eingefülltes Wachs haftet an der Formwand, lässt sich schlecht entformen und macht schlimmstenfalls die Kunststoffformen kaputt.
Zu kalt eingefülltes Wachs - wenn sich im Schmelztopf eine mehr oder weniger dicke Haut bildet - lässt sich i.d.R. gut entformen und hat eine unsaubere,
rustikale und optisch durchaus interessante Oberfläche.
Als Faustregel kann man 90 Grad sagen.

Im Gegensatz zu Wasser kann Wachs, ohne dass man es ihm ansieht sehr heiß werden!
Im Wasserbad wird es nicht heißer als 100 Grad, direkt beheizt kann es unter starker Dampfentwicklung so heiß werden,
dass es sich, ohne das es eines Zündfunkens bedarf, selbst entzündet.
Selbst eine Temperatur von 150 Grad, die schon zu schweren Verbrennungen führen kann, sieht man dem flüssigem Wachs nicht an!


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Wachsstangen für Dänische Blütenkerzen

Für “dänische Blütenkerzen” braucht man Spezialwachsstangen, die parallel zum Docht an der Seite der Kerze eingegossen werden.
Dies Stangen kann man, wenn man sehr kräftig ist, mit einem kurzen, scharfen Messer direkt  von der Tafel abschneiden. Man braucht aber wirklich Kraft dafür.
Leichter ist es, einen entsprechenden Formkasten zu bauen, und das Wachs auszugießen.
Wenn man den richtigen Moment abpasst, kann man das abkühlende Wachs dann wie weichen Käse in die gewünschte Form schneiden.

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Wie kann man Wachs reinigen?

Keine einfache Aufgabe, wenn es wirklich gründlich sein soll. Am Besten nimmt man neues, industriell gereinigtes Wachs.
Wenn das nicht geht: Wachs in einem hinterschneidungsfreien Gefäß sehr heiß machen, danach sehr gut isoliert ganz langsam ohne Bewegung abkühlen lassen.
Je langsamer, desto besser.
Es dürfen sogar mehrere Tage sein (hat natürlich nur Sinn, solang das Wachs flüssig bleibt...).
Schwere Bestandteile haben so die Gelegenheit sich zu setzen, leichte kommen an die Oberfläche.
Nach dem Erstarren und Herausnehmen des Wachses aus dem Schmelzgefäß kann man schwere Verschmutzungen am vom Boden,
leichte Verschmutzungen von der Oberseite abkratzen / abschmelzen.
Verschmutzungen, die exakt das gleiche spezifische Gewicht wie das Wachs haben sind extrem unwahrscheinlich.

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Kerzenfarben

Man unterscheidet zwischen Lasur (löslichen) - und Pigmentfarben. Beide haben Vor- und Nachteile. Lasurfarben sind hochkonzentriert, stören den Abbrand nicht.
Sie sind geeignet für durchgefärbte Kerzen, neigen aber zur Lichtempfindlichkeit. Im Sonnen- oder direktem Halogenlicht können einige Farben stark verblassen.
Normales Wohnungslicht schadet nicht.
Die Kerzenkiste-Farbriegel sind Lasurfarben,

Kerzenkiste-Pigmentfarben sind im Prinzip feinstgemahlene, aber unlösliche Farbstoffe.
Sie sind lichtecht und in großer Farbauswahl lieferbar. Zu hohe Konzentration, also zu starke Farben, neigen bei durchgefärbten Kerzen zum Verstopfen der Dochte.
Am besten nimmt man Pigmentfarben nur zum Übertauchen. Man kann der dochtverstopfenden Eigenschaft dieser Farben durch dickere Dochte entgegenwirken.

Für Gelwachs empfehlen wir die flüssige Spezialfarbe. Sie ist gut dosierbar und konzentriert. Gelwachsfarben neigen zur Lichtempfindlichkeit.

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Duftstoffe

Duftstoffe setzt man je nach Intensität in 0,5 bis 3%igem Anteil zu. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptarten:

Ätherische Öle -  natürliche, bei Raumtemperatur im Lauf der Zeit restlos verdampfende Öle.
Beispiele für ätherische Öle wären Zitrone, Mandarine, Orange, Fichte, Lerche. 

Parfümöle -  sind von professionellen  “Supernasen” aus teils natürlichen , teils synthetischen Rohstoffen komponierte Düfte.
Beispielsweise Apfel, Birne, Erdbeere haben keine eigenen Duftöle. Sie müssen komponiert werden.
Rosen haben ein natürliches Duftöl, es ist aber unglaublich teuer. Die Komposition ist wesentlich günstiger und riecht auch nicht schlechter. 

 Einige Duftstoffe sind in konzentrierter Form reizend. Also bitte nicht zu intensiv einatmen.
Das Zimtöl, ein ätherisches, natürliches Duftöl, ist so aggressiv, dass es sogar Kunststoffformen angreift! 

Manche Duftöle enthalten wachsunlösliche Bestandteile, diese Bestandteile wirken als Trägersubstanz  für den den Duft, bleiben selbst aber ungelöst.
Am besten lässt man die Wachs / Duftölmischung im Füllgefäß einige Minuten setzen.

Wenn unlösliche Bestandteile enthalten sind, sind sie jetzt am Grund des Gefäßes. Durch vorsichtiges Abgießen vermeidet man, dass diese Bestandteile in die Kerze kommen.
Zu der Löslichkeit von Duftstoffen in den verschiedenen Wachsen gibt es keine
 allgemein gültigen Tabellen. Paraffin nimmt i.d.R. 2% gut auf. Das ist reichlich viel
 für eine Duftkerze. Raps-, Sojawachs und Stearin sagt man noch bessere Löslichkeiten
 nach. Genauere Werte müssten Sie bitte für Ihr Wachs und Ihr Öl genau ermitteln.
In der www.kerzenstadt.de finden Sie ein Additiv zur Verbesserung der Löslichkeit.

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Dochte

Flachdochte bestehen aus geflochtenen Baumwollfädchen.
Die Bezeichnung 3 x 21 z.B. bedeutet, dass der Docht aus 3 Strängen a 21 Fädchen besteht.
Die Dicke des Dochtes wirkt sich aus auf die Größe der Flamme und damit auf die Größe der Brennschüssel (des im Bereich der Flamme verflüssigten Wachses).
Richtwerte für die Dochtstärken stehen z.B. hier:
Klick mich!

Runddochte sind rund geflochten und werden eher für Bienenwachs- und Stearinhaltige Wachse verwendet.
Bei Runddochten gibt es oben und unten!
Falsch eingesetzte Dochte brennen nicht gut.

Für reine Stearinkerzen gibt es speziellen Stearindocht. Andere Dochte verkohlen in dem Material schnell.

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Docht-Saughöhe in Lampenöl

Die Saughöhe hängt von der Ölart ab. Rapsöle sind relativ dickflüssig und steigen nicht gut auf.
In dünnflüssigen Paraffinölen sollte eine maximale Saughöhe von 10 cm nicht überschritten werden.
Im Versuch mit gefärbtem Öl (nur Feststellung der Saughöhe, ohne Abrennen!) haben wir Werte zwischen 15 und 20 cm gemessen.
Beim Abbrennen erreicht man diese Grenze nicht, da im Extrembereich die Nachflussgeschwindigkeit nicht schnell genug ist.

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Dochte und Öllampen

Das Brennverhalten hängt bei Öllampen von mehreren Faktoren ab.
Der Abstand zwischen Flamme und Ölpegel sollte möglichst klein sein. Mehr als 10cm kann ein Docht kaum ansaugen!
Das Dochtloch darf nicht so eng sein, das es die Kapillarwirkung unterbindet.
Das Öl muss möglichst dünnflüssig sein.
Paraffinöl ist gesundheitsschädlich beim Verschlucken, hat aber immer noch die beste Brennqualität.
Rapsöle - so wie sie uns bekannt sind - saugen sich nicht so gut hoch.
Baumwolldochte brennen ab, sie müssen von Zeit zu Zeit nachgezogen werden.
Glasfaserdochte brennen nicht ab. Sie müssen nur erneuert (herausgezogen und abgeschnitten) werden, wenn die Kapillarwirkung durch Schmutz unterbunden wurde.

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Dochtrichtung bei Runddocht

Oben und unten gibt es nur bei Runddochten!
Bei Flachdochten ist die Richtung egal.
Runddochte werden markiert geliefert, in der Regel sind sie am unteren Ende rot gefärbt

Bei einem Runddocht ohne Markierung die richtige Seite zu erkennen ist sehr schwierig.
Bei der richtigen Seite spreizen sich die Dochtfädchen beim Abbrand nach Aussen, bei der falschen nach Innen.

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Zweischalige Gießformen

sind etwas anspruchsvoller in der Bearbeitung.
Wichtig! Es muss erst die beiliegende Dichtung in voller Länge der Nut eingelegt werden!
Wenn Sie die Form schon einmal verwendet haben, sollte sie erst in heißem Wasser von Wachsresten befreit werden.
Beim Zusammensetzen der Formhälften braucht man etwas Kraft. Dann ist die Form aber auch dicht!
Die Fülltemperatur sollte bei 80 - 90 Grad Grad liegen - je heißer das Wachs, desto eher läuft was durch!
Trotz aller Bemühungen kommt es häufig vor, dass durch die Nahtstelle Wachs ausläuft.
Ein einfacher Trick ist es, die Naht nach dem Füllen mit kaltem Wasser einzusprühen.
Eine entsprechende Sprühflasche können Sie preiswert in der Kerzenkiste oder auch im Baumarkt kaufen.

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Kunststoff-Giessformen

Kerzengießformen aus glasklarem Polycarbonat sind hitzebeständig bis ca. 130 Grad. Für alle Wachse geeignet.
Die Dochtstärke hängt von der Wachszusammensetzung und dem Durchmesser ab.
Tipps zu Dochtstärken hier:
Klick mich!

Optimale Fülltemperatur bei Reinparaffin für glatte Oberflächen ca. 90 Grad.
Für grobe, rustikale Oberflächen Temperatur nur kurz über dem Schmelzpunkt des Wachses wählen.
Die Kerzen müssen völlig ausgekühlt sein, damit sie entnommen werden können.
Keine Gewalt anwenden, die Formen könnten zerbrechen.
Sollte eine Kerze gar nicht wieder herauswollen, hilft es meist, sie ins Frierfach zu legen!
Hilft das auch nicht, muss man mit heißem Wasser nachhelfen.
Die Kerze ist dann vielleicht kaputt, aber die Form bleibt heil.

Vorsicht mit Duftstoffen!
Manche Duftöle sind aggressiv gegenüber den Kunststofformen und zerstören deren Oberfläche.

Kunststoff-Giessformen können mit den meisten festen Kerzenwachsen gefüllt werden. Sehr wichtig ist die Gießtemperatur.
Hat man die Formen zu heiß gefüllt, haftet das Wachs an der Wand, besonders in den Ecken
und ist nur mit heißem Seifenwasser oder einem organischen Lösungsmittel zu entfernen.
Bitte vorher an der Außenseite testen, dass das Lösungsmittel nicht die Oberfläche angreift.
Die untere Docht-Durchführung kann man gut mit einem Knoten am unteren Ende des Dochtes verschließen.
Unten einen Knoten, den Docht nach oben strammziehen und oben an der Dochtnadel befestigen (rumwickeln oder auch knoten).  

Bitte beachten Sie, dass ein Stearinanteil von über 20% zu Rissen in den Kunststoffformen führen kann!
Stearin hat beim Auskühlen eine ausgeprägte Kristallstruktur, die zu teils extremen Ausdehnungsdrücken führt.
Metallformen können diesen Druck eher vertragen.
Das Entformen reiner Stearinkerzen aus Hartformen ist meist problematisch! Silikonkautschuk ist besser geeignet.

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Kleine Bläschen am Kerzenrand

Diese entstehen, wenn sich im flüssigen Wachs aufsteigende Luftbläschen an der kalten Außenseite der Form festsetzen.
Beim Abkühlen zieht sich das Wachs zusammen, und die Bläschen werden "groß gezogen".
Trennmittel Cancol hemmt Blasenbildung. Sie können aber auch durch kräftiges Rühren die Bläschen von der Wand
lösen. Oder mit einem heißen Pinsel (Heizungspinsel) die Oberfläche (gleich nach dem Füllen!) von innen abstreichen.

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Stearinkerzen gießen

Stearin reagiert sauer, es korrodiert also unedle Metalle.
Stahl, Alu- oder Zinkformen werden an der Oberfläche angegriffen, das heißt aber nicht gleich, dass sie sich nach 3 oder 4 Kerzen auflösen...

Reine Stearinkerzen aus den Formen herauszubekommen ist schwierig.
Oft hilft nur ein heißes Wasserbad. Oder die Form kurz in kochendes Wasser halten. Unproblematisch sind Silikonformen. 

Bitte beachten Sie, dass ein Stearinanteil von über 20% zu Rissen in den Kunststoffformen führen kann!
Stearin hat beim Auskühlen eine ausgeprägte Kristallstruktur, die zu teils extremen Ausdehnungsdrücken führt.
Metallformen können diesen Druck eher vertragen.
Das Entformen reiner Stearinkerzen aus Hartformen ist meist problematisch! Silikonkautschuk ist besser geeignet.

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Kunststofformen und Duftwachs

Manche Duftöle greifen die Oberfläche von Kunststofformen an. Zimtöl, ein ätherisches, natürliches Duftöl, gehört dazu.
Manche Duftöle enthalten wachsunlösliche Bestandteile, Diese Bestandteile wirken als Trägersubstanz  für den den Duft, bleiben selbst aber ungelöst.
Am besten lässt man die Wachs / Duftölmischung im Füllgefäß einige Minuten setzen.

Wenn unlösliche Bestandteile enthalten sind, sind sie jetzt am Grund des Gefäßes. Durch vorsichtiges Abgießen vermeidet man, dass diese Bestandteile in die Kerze kommen. 
Geraten unlösliche Duftbestandteile in die Kerze, kann das einen schlechten Abbrand und / oder eine unansehliche Oberfläche zufolge haben.
Im schlimmsten Fall können die Bestandteile ein Angreifen der Oberfläche der Kunststofform bewirken.
Die Formen können dadurch unbrauchbar werden!

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Entformen aus Kunststoffformen

Kerzen aus reinem Paraffin oder Paraffin mit max 20% Stearinanteil gehen in der Regel - nach dem völligen (!) Erkalten der Kerzen gut aus der Form.
Sollten sie mal etwas “klemmen” genügt es, Form und Kerze in Frierfach zu legen. Höhere Stearinanteile können Formen zerstören!
Reines Bienenwachs ist meist klebrig.

Trennmittel “Cancol” verbessert  die Oberfläche und erleichtert das Entformen.

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Entformen von Kerzen aus Glas-Stabkerzenformen

Glaskerzenformen für Stabkerzen sind manchmal etwas widerspenstig.
Die Kerze muss ganz kalt sein und das Wachs muss beim Abkühlen ein ganz klein wenig zusammenschrumpfen, damit die Kerze entformt werden kann.
Meist hilft es, die gefüllte Form (aber mit bereits erstarrter Kerze) eine Stunde ins Tieffrierfach zu legen.
Wenn man ein Wachs mit sehr kleinem Schrumpffaktor genommen hat, und die Kerze partout nicht rauswill, muss man mit Wärme arbeiten,
z.B. mit einem Föhn die Form über der Schmelztemperatur erhöhen.
Oder sie in einem alten Gefäß mit kochendem Wasser übergiessen.

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Entformen von Kerzen

Die Entformbarkeit hängt stark von Wachsmischung, Fülltemperatur, Form und dem Formmaterial ab.
Zu heiß eingefülltes, erstarrtes Stearin aus einem Rohr wieder herauszubekommen gehört zu den schwersten “Übungen”.
Aus Silikonkautschukformen geht so gut wie alles alles wieder heraus, sogar, wenn es starke Hinterschneidungen hat.
Mit dem Trennmittel Cancol (Verdünnung 1:10 bis 1:20) sprüht man Metall oder Kunststofformen ein. Nach dem Abtrocknen ergibt sich eine sehr wirksame Trennschicht.

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Die Kerzen bekommen beim Entformen eine weißliche Oberfläche, wie Kristallablagerungen

Bei Metall- und Kunststoffformen sollte man besonders auf die Temperatur des Wachses achten.
Ist es zu heiß, erwärmt sich das Formmaterial über den Schmelzpunkt des Wachses hinaus.
Die Folge ist so etwas wie  ein "Löt-Effekt”, eine sehr innige Verbindung zwischen (unpoliertem) Metall und Wachs. Die Wachszusammensetzung spielt hier keine große Rolle.
Mögliche Lösungen wären: Formen mit Trennmittel, z.B. “Cancol” anfeuchten, den Wasseranteil vor dem Füllen verdunsten lassen. 
Oder flüssiges Wachs vor dem Füllen bis zur Hautbildung abkühlen lassen.
Oder Form vor dem Herausnehmen erwärmen. Bei professionellen Kerzenmaschinen wird sehr penibel auf Füll- und Entformungstemperaturen geachtet.

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Die Kerzen schrumpfen an der Einfüllseite ein.

Das ist die normale Wärmeausdehnung/Schrumpfung.
Wenn Sie z.B. die Füllseite der Gießform der Kerze direkt nach dem Gießen stark abkühlen
würden, hätte das Wachs dort keine Gelegenheit zu schrumpfen. Es schrumpft dann an anderer
Stelle. 
Manchmal ist es sinnvoll, die schon festgewordene Füllseite zu durchstoßen, um das Schrumpfen an ungewollter Stelle zu vermeiden.
Das "Schrumpfloch" an der Einfüllseite kann man nur nach dem kompletten Auskühlen entweder auffüllen oder abschmelzen.

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Kerzen rußen

Kerzen rußen

Kerzen rußen, wenn die Sauerstoffzufuhr nicht ausreicht, das Gas zu
 verbrennen. Das liegt oft an zu dickem Docht.
Enge Gläser können durch ihre Form den Sauerstoffzutritt behindern.
Farben und Düfte haben auch Einfluß.
Ein praktischer Weg zum Finden des richtigen Dochtes ist:
Erster Test mit dem dünnstmöglichen Docht (meist Flachdocht 3x7)
Wenn der gut brennt, aber die Kerze nicht auf ganzem Durchmesser aufschmilzt,
den nächst dickeren probieren.
Irgendwo ab 7-8 cm Dicke kann man Kerzen kaum noch ohne Rußen abbrennen.
Der große Durchmesser braucht ja zum Aufschmelzen eine große Flamme,
und die rußt ab einer bestimmten Größe immer.

Manchmal bildet sich an der Dochtspitze ein kleines dickes Rußklümpchen.
Auch dieses behindert die Sauerstoffzufuhr und führt zum Rußen.
Abhilfe schafft das Kürzen des Dochtes mit einer Schere.

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Kerzen brennen nicht richtig an

"Roher", ungewachster Docht brennt nicht!
Denken Sie bitte daran, zumindest den Teil des Dochtes, der oben aus der Kerze herausschaut, mit Wachs - oder notfalls auch mit Öl - zu tränken.
Sobald die Flamme in die Nähe des Kerzenwachses kommt, wird dieses aufgeschmolzen und in den Docht gesaugt.
Eine andere häufige Ursache für schlecht brennende Kerzen ist unreines Wachs.
Aufgeschmolzene Kerzenstummel sind fast nie sauber. Ein dickerer Docht kann hier helfen, neigt aber zum Rußen.

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Arbeiten mit Silikonkautschuk.

Diese Tips sind rechtlich unverbindlich. Wer noch nie mit Silikonkautschuk gearbeitet hat, sollte unbedingt vorher kleinere Tests machen, 
ohne wertvolle Originalformen zu riskieren.
Sehr wichtig ist die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften wie Schutzhandschuhe und -brille.
Der Härter ist ätzend und neigt bei unvorsichtigem Rühren anfangs zum Herausspritzen. Der Härter darf nicht in die Augen geraten!

Die Stammmasse muss vor Gebrauch gut aufgerührt werden (am besten mit langsamem Motor, geht aber natürlich auch mit der Hand).
Das Mischungsverhältnis von Stammmasse und Härter muss genau eingehalten und es muss sehr gut verrührt werden.
Kerzenkiste-Silikon ist selbsttrennend, das Entformen ist unproblematisch, Trennmittel ist in der Regel unnötig (ausser bei Silikon auf Silikon).

Wenn man diese Regeln einhält, erhält man einen der besten am Markt erhältlichen, hoch reißfesten und alterungsbeständigen Silikonkautschuk!

Tips für das Herstellen zweischaliger Formen:

Das abzuformende Objekt fest im Formkasten positionieren (z.B. mit Draht) , so dass die Trennebene waagerecht liegt, und  unterhalb des abzugiessenden Objekts noch etwa 1 cm Platz bleibt.
Das Objekt darf nicht aufschwemmen können!
Der Formkasten muss absolut dicht sein! Dann den angerührten Silikonkautschuk bis zur Trennebene füllen.
Einen Tag abbinden lassen. Trennebene mit Cancol isolieren. Die obere Schicht (Schale) mit Silikonkautschuk füllen. Einen Tag abbinden lassen und herausnehmen.

Ein Tip fürs bessere Zusammenfügen der Formhälften bei zweischaligen Formen:

Legen Sie jetzt auf den noch flüssigen Kautschuk der unteren Schale ein paar Holzkugeln von etwa 15mm.
Nach dem Abbinden (und natürlich vor dem Gießen der oberen Schale) nehmen Sie die Kugeln wieder heraus.
Dadurch erhalten Sie in der Trennebene halbkugelförmige Vertiefungen und später in der oberen Schale genau entsprechende halbkugelförmige Erhebungen.

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